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14.09.2022

Senioren Union bereist die Vulkanregion Eifel und besucht die Abtei Maria Laach

Anlässlich der Jahresplanung ging es diesmal mit der Senioren-Union in die Vulkaneifel nach Maria Laach. Angekommen in der Abtei am Ufer der Vulkansees erhielten die Teilnehmer wissenswertes durch einen Kurzfilm über Maria Laach. Aufgeteilt in zwei Gruppen begann ein Rundgang durch die Abtei. Das Kloster Maria Laach gehört zu den ungefähr 60 benediktini-schen Männer- und Frauenklöstern in Deutschland; weltweit sind es über 1000. Sie alle ver-eint das Leben nach der Ordensregel, die der hl. Benedikt verfasst hat. Gürten wir uns also mit Glauben und Treue im Guten, und gehen wir unter der Führung des Evangeliums seine Wege, damit wir ihn schauen dürfen, der uns in sein Reich gerufen hat.
Durch Pfalzgraf Heinrich II und seiner Frau Adelheid wurde das Klosters 1093 gegründet und später den Mönchen geschenkt. Das Herzstück steht mittig der umliegenden Ländereien. Im Laufe der Zeit gingen die Ländereien durch verschiedene Hände. Unter verschiedenen Äbten wurden die Kirche und das Gelände weiter ausgebaut. 1863 bewohnten die Jesuiten das Klos-ter. 1872 verließen sie Maria Laach, die Benediktinermönche aus der Erzabtei Beuron im Do-nautal besiedelten das Kloster 1893 wieder.
Eine Klausurmauer umschließt die Klostergebäude. Die Privaträume der Mönche sind um den Kreuzgang angeordnet.
Bibliotheken gehörten seit den Anfangszeiten zu den Bestandteilen des klösterlichen Lebens und der klösterlichen Architektur. So entstand auch in Maria Laach eine Bibliothek, in der nicht nur Schriften gesammelt wurden. In einem unter Abt Fulbert geschaffenen Skriptorium wurden auch Handschriften hergestellt. Der jetzige Bibliotheksbau von 1865 mit der großarti-gen gusseisernen Treppen- und Brüstungskonstruktion gehört zu den kulturgeschichtlich und denkmalpflegerisch bemerkenswertesten und besterhaltenen Bibliotheksbauten des 19. Jahr-hunderts in der Nachfolge der großen barocken Klosterbibliotheken. Dort lagern in etwa 240.000 Titel unter einer besonderen Luftatmosphären. Die für den heutigen Konvent bedeu-tendste Handschrift aus der historischen Bibliothek ist das um 1500 entstandene Kapitelsbuch mit Martyrologium, Benediktinerregel und Laacher Nekrolog. Der ältere Teil des Bestandes hat seinen Standort in der nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restaurierten Jesui-tenbibliothek behalten.
Heute sind in Maria Laach eine Metall-, Elektro-, Schreinerwerkstatt, Buchbinderei (restaurie-ren ggf. Bücher aus der Bibliothek), drei Mönche als bildende Künstler tätig, Br. Lukas Rue-genberg als Maler und Illustrator, Br. Joseph Belling arbeitet als Bildhauer, Ikonenmaler und Grafiker und Bruder Stephan Oppermann als studierter Bildhauer (Bachelor of Fine Arts. Die Ländereien vom Maria Laach sind verpachtet, hat eine eigene Wasser- und Gasversorgung, ist Selbstversorger und damit auch eine selbstständige Verwaltung.
Nun ging die Fahrt weiter in den Landkreis Ahrweiler. Franz-Josef Zöller